Interdisziplinäres Therapiezentrum "Hand in Hand"

Ergotherapie | Logopädie | Physiotherapie

Sprechstörungen:

Es handelt sich um motorische Störungen der Sprechorgane. Es zeigen sich z.B. eine undeutliche Artikulation, sowie Störungen in der Sprechgeschwindigkeit. Zudem können sich Sprechstörungen in Form von Störungen des Sprechablaufs zeigen ( Stottern / Poltern ).

Sprechstörungen können u.a. bei folgenden Erkrankungen auftreten:

  • Schädel-Hirn Trauma
  • Morbus Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Cerebrale entzündliche Prozesse
  • Amyotrophe Lateralsklerose

Als Erscheinungsformen werden Dysarthrien und Apraxien unterschieden.

Bei der Dysarthrie handelt es sich um eine Störung der Aussprache, der Stimmgebung und der Atmung .Dysarthrien kommen durch zentrale oder nukleäre Lähmungen , Schwächen oder durch Koordinationsstörungen der am Sprechen beteiligten Sprechmuskulatur zustande (Wirth, 1990).

Bei der Sprechapraxie zeigt sich eine Beeinträchtigung der Fähigkeit, Sprechbewegungen in ihren räumlichen und zeitlichen Aspekten zu programmieren ohne Funktionseinschränkung der beteiligten Organe ( Ziegler, von Cramon ).

Bei den Störungen des Sprechablaufs wird zwischen Stottern und Poltern unterschieden.
Im Gegensatz zu Menschen, die Stottern, zeigt sich bei den Menschen mit einer Poltersymptomatik eine schnelle, undeutliche Aussprache jedoch haben diese Menschen zumeist kein ausgeprägtes Störungsbewusstsein.

Sprachstörungen im Erwachsenenalter (Aphasie):

Es handelt sich um zentrale Sprachstörungen mit Einschränkungen in den Bereichen Phonetik/ Phonologie, Semantik / Lexikon, Syntax/ Morphologie, Pragmatik und zeigen sich sowohl in expressiven als auch rezeptiven Modalitäten.

Aphasien können z.B bei folgenden Erkrankungen auftreten:

  • Schlaganfälle
  • Hirntumore/ Hirnoperationen
  • Schädel- Hirn- Trauma
  • Cerebral entzündliche Prozesse
  • Degenerative Erkrankungen (z.B.Alzheimer)

Zusätzlich können folgende Begleiterscheinungen die Kommunikation erschweren:

  • Gedächtnisstörungen, Konzentrationsstörungen
  • Hemiplegie ( Halbseitenlähmung )
  • Gesichtsfeldausfälle
  • Wahrnehmungsstörungen
  • Dyskalkulie

Im Rahmen der Therapie wird zunächst eine ausführliche Diagnostik vorgenommen, um die Bereiche der Sprache zu definieren, die durch die Erkrankung eingeschränkt sind. Im Anschluss daran werden die Therapieziele individuell festgelegt und mit der entsprechenden Behandlung begonnen.

Stimmstörungen bei Erwachsenen:

Unterschieden werden funktionell und organisch bedingte Stimmstörungen. Es können Veränderungen im Stimmklang, der Belastbarkeit, Missempfindungen oder auch Schmerzen bestehen.

Ursachen für eine funktionell bedingte Stimmstörung können durch Gewohnheit, durch Veranlagung, durch Überlastung der Stimme oder auch durch psychische Einflüsse entstehen.

Ursachen für eine organisch bedingte Stimmstörung können u.a. durch Veränderungen des Kehlkopfes / Stimmlippen (Knötchen, Ödeme, Resektionen..), Entzündungen, Traumata, Fehlbildungen…entstehen.

Heiserkeit sollte immer ernst genommen werden.Eine Ursachenabklärung durch den HNO- Arzt ist anzuraten. Ziel der logopädischenTherapie ist es, die Stimme wiederzuerlangen bzw. zu stabilisieren, so daß eine zufriedenstellende Kommunikationsfähigkeit entsteht. Einen wichtigen Aspekt bildet hier der Transfer der erlernten Therapieinhalte in den Alltag!

Schluckstörungen (Dysphagie):

Schluckstörungen sind Beeinträchtigungen bei der Nahrungsaufnahme oder Behinderungen beim Schlucken.
Ein Veränderung im Hals- und / oder Mundbereich unterschiedlichster Ursache oder neurologische Einschränkungen können Schluckstörungen entstehen lassen.

In folgenden Zusammenhängen können Dysphagien u.a auftreten:

  • Schlaganfall
  • degenerative Erkrankungen
  • Schädel- Hirn- Trauma
  • Operationen
  • Intubationsschäden
  • entzündliche Prozesse im Gehirn …

Die Schluckstörungen können in den verschiedenen Phasen des Schluckens auftreten und sind nicht immer durch direkte Schutzmechanismen durch den Körper ( Husten ) zu erkennen. Beim „stillen Verschlucken “ kann die Nahrung in die Luftröhre und dann in die Lunge gelangen, was schließlich zu einer Lungenentzündung führen kann. Zusätzlich besteht Erstickungsgefahr.

Ziel der Behandlung ist die Sicherung/ bzw. Wiederherstellung der oralen Nahrungsaufnahme. Durch verschiedenste Übungen und / oder Kompensationstechniken wird hier in den logopädischen Stunden trainiert. Ein großer Anteil in der Behandlung der Schluckstörungen kommt der Beratung und Anleitung der Angehörigen zu.

Sie haben nun einen Überblick über mögliche Behandlungsfelder der Logopädie bei Erwachsenen erhalten. Mögliche Einschränkungen in den verschiedenen Bereichen zeigen immer ein individuelles Erscheinungsbild, so dass die logopädische Therapie nach eingehender Diagnostik entsprechenden Einschränkungen mit verschiedensten Behandlungsmethoden zielorientiert gestaltet wird.

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